von Julia Mrowetz

Vor ein paar Wochen haben wir einen Test gestartet, bei dem wir verschiedene Futtersorten für unsere heimischen Vogelarten ausgelegt haben und sie anschließend beobachtet haben. 

In der ersten Woche wurde nur sehr wenig Futter angenommen, was ganz normal ist, da sich die Vögel zuerst einmal an die Futterstelle gewöhnen müssen. Und so kam es zum Ergebnis, bei einem Anfangsgewicht von 100g, dass der Mais 3 g verloren hat, die Triticale (Roggen+Weizen) 10g, Erdnüsse 23 g, Fettfutter 0 g, Hafer ebenfalls 0 g, Weizen 6 g und Sonnenblumenkerne jeweils 28 g bei einer Station und bei einer anderen 45 g.

So war das Fazit der ersten Woche, dass die Sonnenblumenkerne am beliebtesten waren und nach Beobachtung von Meisen bevorzugt worden sind.

In der zweiten Woche haben sich die Vögel schon etwas mehr an die Futterstationen gewöhnt und so kam es auch zu häufigeren Beobachtungen. Und so wurde z.B. bei den Erdnüssen in den darauf hin folgenden Wochen die Erdnüsse immer komplett verfüttert, dabei konnte man beobachten,dass sehr viele Spatzen und Meisen diese Nüsse nahmen und in Astgabeln oder unter Büschen versteckten. Dadurch dass das Fettfutter auch aus Teilen von Erdnüssen besteht wurden insgesamt 17 g aufgegessen, wobei man gesehen hat, dass der Hafer, meistens von Feld- und Haussperlingen, hinausgeworfen wurde und nur die Erdnüsse genommen worden sind. Der Rest der Ergebnisse blieb fast identisch.

Als allgemeine Beobachtung kann man sagen, dass Sonnenblumenkerne und Erdnüsse von Kohlmeisen, Blaumeisen, Stieglitzen und Buchfinken bevorzugt werden, Haferflocken und das Fettfutter eher von Feld- und Haussperlingen gegessen wird und dass Tauben eher auf Sonnenblumenkerne stehen.

Mit diesen Testergebnissen kann man nun für sich selbst entscheiden, was man verfüttern will, indem man beobachtet, was bei einem im Garten alles für Vogelarten leben.

Kleiner Tipp: Erdnüsse enthalten viele Fette, weswegen man sie lieber nur im Winter verfüttert, Sonnenblumenkerne und Hafer sind dagegen fettärmer, weswegen man sie auch im Sommer verfüttern kann.